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Linux Backup
Raid einrichten

Tutorial - Linux Software Raid 1 (md0) erstellen 
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Geschrieben von scholl am 29.06.2004 um 14:06:00 Uhr.
   


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Hardware Raid-Controller sind heutzutage immer noch recht teuer und aufwendig zu konfigurieren. Die Lösung für ein 'billig-RAID' ist also ein Software-Raid. Dabei wird die Verwaltung des Raid vom Betriebssystem übernommen. Für ein Software-Raid ist Linux das Betriebssystem der Wahl. Es bietet Spare Disks bzw. Hot Fix Disks und eine einfache Konfiguration mittels der Datei /etc/raidtab an. Die Raid-Level können beliebig kombiniert werden, gleichzeitig kann man Software-RAID durch Fein-Einstellungen (Kernel, Tools etc.) sehr gut 'tunen'. Es wird sogar behauptet, dass es zwischen einem Linux Software-RAID und einem Onboard RAID-Controller keinen oder nur kaum Performance-Unterschied gibt. Die heuteigen schnellen Prozessoren tun Ihr übriges dazu.


Hier mal ein kleines Raid HOWTO für Debian (Testing, mit Kernel 2.6.6.1)

Annahmen:
- eine Festplatte mit kompletter Debian Testing Installation. Alles hat funktioniert.
- zwei zusätzliche SATA Festplatten die dann im Raid 1 (Spiegel) laufen sollen und vom Kernel gefunden wurden.
- der gesamte Plattenplatz der zwei zusätzlichen Festplatten wird für das Raid1 benutzt

(Hinweis: Alle Daten auf den zwei Festplatten für das Raid 1 gehen verloren)

Bei mir habe die Festplatten folgende Devices:

/dev/hde und /dev/hdg

Zum Testen und Setzten des Platten Typs sollten mal folgendes aufrufen:

cfdiks /dev/hde und cdfdisk /dev/hdg
Typ muss auf "Linux Raid autodetect" stehen bzw gesetzt werden

Jetzt installieren wir die RAID Tools mit
apt-get install raidtools2

Danach wird das Raid in der Datei /etc/raidtab mit folgenden Inhalt angelegt

# raidtab config-file
raiddev /dev/md0
raid-level 1
nr-raid-disks 2
nr-spare-disks 0
chunk-size 4
persistent-superblock 1
device /dev/hde1
raid-disk 0
device /dev/hdg1
raid-disk 1


Nun wird das Raid mit folgenden Befehlen angelegt:
mkraid /dev/md0

Sollte jetzt eine Fehlermeldung erscheinen, das schon ein Superblock vorhanden sei (z.B. von einer alten Konfiguration) einfach den Befehl -R (mkraid -R /dev/md0) ausführen. Bei großen Festplatten dauert der Vorgang eine weile.

Zur Kontrolle, oder bei Problemen sollte man sich die Raid Laufwerke bzw den aktuellen Status mit folgenden Befehlen anzeigen lassen:
lsraid -d /dev/hde1 bzw. lsraid -d /dev/hdg1 oder lsraid -A -a /dev/md0 und
cat /proc/mdstat
Der letzte Befehl spiegelt den Zustand Ihres Raids wieder.

lsraid -R -p
gibt eine Liste aller vorhandenen Devices im raidtab-Format aus.

Jetzt sollte das Raid 1 System noch formatiert werden. Ich entscheide mich für das ReiserFS da es für meine Zwecker sehr schnell ist.
Mit den Befehlen
mkfs.reiserfs /dev/md0 oder alternativ mkfs.ext3 /dev/md0
wird das Filesystem angelegt.
Damit wir das System schon mal mounten können legen wir unter /mnt den Mountpunkt /data an:

mkdir /mnt/data gefolgt vom Mount Befehl: mount /dev/md0 /mnt/data

Jetzt lässt sich das Raid 1 schon mit: "dir /mnt/data" aufrufen. Zu Sicherheit schauen wir mal auf den Raid 1 Status mit: "cat /proc/mdstat". Im Hintergrund syncronisieren sich jetzt die beiden Raid Festplatten. Hier sollte man einige Zeit warten (bei mir ca. 30 min) bis der Status folgendes anzeigt:
md0 : active raid1 hde1[1] hdg1[0]
117218176 blocks [2/2] [UU]


Nun wollen wir beim Booten auch das Raid 1 gleich mit starten und nicht jedesmal einen Mount durchführen. Dafür einfach den unteren Eintrag in die /etc/fstab hinzufügen:

/dev/md0 /data reiserfs defaults 0 0

(/data ist hier nun ein Beipiel und kann irgendein Verzeichnis sein, reiserfs ist in diesem Fall mein Filesystem)
Nach dem Neustart das Rechners sollte jetzt die Partition, bzw. das Verzeichnis /data vorhanden sein. Zu Sicherheit noch mal den Raid Status mit: cat /proc/mdstat kontrollieren. Alles ok, fertig. Für weitere Anregungen oder Ergänzungen bin ich natürlich wie immer sehr dankbar.

Gruß
Frank


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Knowledge base wurde zuletzt bearbeitet am 12.07.13 durch Frank

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